Gorgonzola Pizza: So wird sie cremig statt zu schwer
Gorgonzola auf Pizza ist eine starke Kombination: Der Käse schmilzt cremig, bringt viel Würze mit und passt sowohl zu herzhaften als auch zu süssen Zutaten. Besonders spannend wird eine Gorgonzola Pizza mit Birne, Feige, roten Zwiebeln, Pilzen, Bacon, Walnüssen oder Honig.
Wichtig ist die richtige Dosierung. Gorgonzola ist kein Käse, den du wie Mozzarella grossflächig und in dicken Schichten über die Pizza verteilst. Er funktioniert am besten als aromatisches Highlight: kleine Stücke, gezielt verteilt und mit mildem Mozzarella oder einer weissen Basis kombiniert.
So bleibt die Pizza ausgewogen, cremig und würzig, ohne zu salzig oder zu schwer zu werden.
Welcher Gorgonzola passt auf Pizza?
Für eine Pizza mit Gorgonzola ist Gorgonzola Dolce meistens die beste Wahl. Er ist weich, mild und schmilzt gleichmässig. Dadurch verteilt er sich gut auf der Pizza und verbindet sich mit Mozzarella, Crème fraîche oder Ricotta zu einer cremigen Käsebasis.
Gorgonzola Piccante schmeckt deutlich intensiver und fester. Er passt besonders gut zu kräftigen Belägen wie:
- Bacon
- Rindfleisch
- Pilzen
- karamellisierten Zwiebeln
- Kartoffeln
- würziger Salami
Wenn du Gorgonzola zum ersten Mal auf Pizza verwendest, nimm Dolce und kombiniere ihn mit Mozzarella. So wird die Pizza cremig und würzig, aber nicht zu dominant.
Rezept: Gorgonzola Pizza mit Birne, Walnuss und Honig
25 min. Zubereitungszeit
Gorgonzola Pizza mit Birne, Walnuss und Honig
Du brauchst:
2 Pizzateiglinge
120 g Mozzarella
80 bis 100 g Gorgonzola Dolce
1 kleine Birne
1 kleine rote Zwiebel
2 EL Walnüsse
1 bis 2 TL Honig
etwas Rucola
schwarzer Pfeffer
optional etwas Crème fraîche als weisse Basis
Und so gelingt’s:
Heize Pizzaofen, Pizzastein oder Grill gründlich vor. Besonders ein Pizzastein braucht ausreichend Zeit, um vollständig auf Temperatur zu kommen. Nur ein heisser Stein sorgt dafür, dass der Pizzaboden knusprig wird.
Forme den Pizzateig vorsichtig mit den Händen aus. Drücke dabei nicht die gesamte Luft aus dem Rand. Verteile optional eine dünne Schicht Crème fraîche oder einige Stücke Mozzarella auf dem Boden.
Schneide die Birne in sehr dünne Scheiben und die rote Zwiebel in feine Ringe. Verteile beides gleichmässig auf dem Teig.
Zupfe den Gorgonzola in kleine Stücke und verteile ihn sparsam auf der Pizza. Hacke die Walnüsse grob und gib sie ebenfalls darüber.
Backe die Pizza, bis der Rand aufgegangen, der Boden knusprig und der Käse geschmolzen ist.
Nach dem Backen mit wenig Honig beträufeln, mit schwarzem Pfeffer würzen und mit frischem Rucola belegen.
Grillfürst-Tipp: Gib Honig und Rucola immer erst nach dem Backen auf die Pizza. Honig kann bei hoher Hitze verbrennen und Rucola verliert im heissen Garraum schnell seine Frische.
Gorgonzola Pizza vom Grill
Eine Gorgonzola Pizza vom Grill gelingt am besten mit einem Pizzastein und geschlossenem Grilldeckel. Der Pizzastein sorgt für starke Unterhitze, während der geschlossene Deckel die notwendige Oberhitze erzeugt.
So gelingt Pizza mit Gorgonzola auf dem Gasgrill
- Pizzastein mittig auf dem Grillrost platzieren.
- Grill mit geschlossenem Deckel kräftig vorheizen.
- Pizza auf einem leicht bemehlten oder mit Hartweizengriess bestreuten Pizzaschieber vorbereiten.
- Belegte Pizza zügig auf den heissen Stein schieben.
- Grilldeckel sofort schliessen.
- Pizza backen, bis der Boden knusprig und der Rand goldbraun ist.
- Pizza mit dem Schieber vom Stein nehmen und direkt servieren.
Der Stein muss vollständig aufgeheizt sein. Ist er noch zu kalt, bleibt der Boden weich, während der Belag bereits stark erhitzt wird.

Gorgonzola Pizza im Pizzaofen
Im Pizzaofen wird die Pizza bei sehr hoher Temperatur in kurzer Zeit gebacken. Der Gorgonzola sollte deshalb nur in kleinen Stücken verteilt werden.
Bei sehr hohen Temperaturen kannst du einen Teil des Gorgonzolas auch erst kurz vor Ende der Backzeit ergänzen. So bleibt er besonders cremig und wird nicht zu dunkel.

Gorgonzola Pizza auf dem Kugel- oder Keramikgrill
Auf einem Kugelgrill werden die Kohlen so angeordnet, dass starke Hitze unter und um den Pizzastein entsteht. Beim Keramikgrill sorgt ein Deflektor für indirekte Hitze, während der Pizzastein darüber platziert wird.
Entscheidend ist bei beiden Grillarten ein gut vorgeheizter Stein und ausreichend Oberhitze.
Die besten Beläge für Gorgonzola Pizza
| Kombination | Geschmack |
Gorgonzola, Birne und Walnuss | süss, cremig und nussig |
Gorgonzola, Bacon und rote Zwiebel | herzhaft, rauchig und kräftig |
Gorgonzola, Pilze und Thymian | erdig, würzig und aromatisch |
Gorgonzola, Spinat und Knoblauch | cremig, frisch und klassisch |
Gorgonzola, Feige und Honig | süss-würzig und ideal als Vorspeise |
Gorgonzola und Steakstreifen | kräftig und besonders BBQ-tauglich |
Gorgonzola, Kartoffel und Rosmarin | sättigend und rustikal |
Gorgonzola, Trauben und Walnüsse | fruchtig, süss und nussig |
Gorgonzola, Salami und Peperoni | würzig, pikant und kräftig |
Gorgonzola, Kürbis und Salbei | mild, herbstlich und aromatisch |
Bei einer Pizza Gorgonzola reichen meistens drei bis vier gut abgestimmte Zutaten. Zu viele kräftige Beläge überdecken sich gegenseitig.
Tomatensauce oder weisse Pizza?
Für eine Pizza mit Gorgonzola funktionieren sowohl Tomatensauce als auch eine weisse Basis.
Gorgonzola Pizza mit Tomatensauce
Tomatensauce bringt Fruchtigkeit und Säure auf die Pizza. Sie passt besonders gut zu:
- Bacon
- Pilzen
- Salami
- roten Zwiebeln
- Steakstreifen
- Hackfleisch
- grillierter Peperoni
Verwende nur eine dünne Schicht Tomatensauce. Zu viel Flüssigkeit kann den Boden weich machen.
Weisse Gorgonzola Pizza
Eine weisse Basis besteht zum Beispiel aus Crème fraîche, Ricotta, Schmand oder einer dünnen Schicht Sahnecreme.
Sie passt besonders gut zu:
- Birne
- Feige
- Walnüssen
- Honig
- Spinat
- Kartoffeln
- Trauben
Für süss-würzige Kombinationen ist eine weisse Basis meistens die bessere Wahl.
Wann kommt Gorgonzola auf die Pizza?
Bei normalen Temperaturen auf dem Grill oder im Haushaltsbackofen kannst du den Gorgonzola direkt vor dem Backen auf die Pizza geben.
Bei sehr hohen Temperaturen im Pizzaofen sollte der Käse in kleinen Stücken verteilt werden. So schmilzt er schnell, ohne zu verbrennen.
Alternativ kannst du einen Teil des Gorgonzolas erst in den letzten Sekunden der Backzeit ergänzen. Dadurch bleibt er besonders weich und cremig.
Wichtig ist, den Käse nicht als geschlossene Schicht aufzulegen. Kleine Zwischenräume sorgen dafür, dass der Teig gleichmässig backt und die Pizza nicht zu schwer wird.
Wie viel Gorgonzola gehört auf eine Pizza?
Für eine Pizza mit etwa 28 bis 30 Zentimetern Durchmesser reichen meist 40 bis 60 Gramm Gorgonzola.
In Kombination mit Mozzarella kannst du dich an folgendem Verhältnis orientieren:
- 60 bis 80 g Mozzarella
- 40 bis 50 g Gorgonzola Dolce
Bei Gorgonzola Piccante reicht aufgrund des intensiveren Geschmacks häufig eine etwas kleinere Menge.
Häufige Fehler bei Gorgonzola Pizza
Zu viel Gorgonzola
Zu viel Käse macht die Pizza schnell salzig, fettig und schwer. Verteile den Gorgonzola deshalb gezielt in kleinen Stücken.
Zu viel feuchter Belag
Birnen, Pilze, Spinat oder Mozzarella können viel Wasser abgeben. Schneide Birnen sehr dünn, brate Pilze vorher an und lasse Mozzarella gut abtropfen.
Der Pizzastein ist nicht heiss genug
Ein zu kalter Stein führt zu einem weichen oder zähen Boden. Heize den Stein gründlich vor und bereite die Pizza erst kurz vor dem Backen vollständig zu.
Zu viele intensive Zutaten
Gorgonzola, Bacon, Salami, Zwiebeln und kräftige Sauce gleichzeitig können die Pizza überladen. Beschränke dich auf wenige Komponenten mit klarer Funktion.
Honig wird mitgebacken
Honig verbrennt bei starker Hitze schnell. Träufle ihn deshalb erst nach dem Backen über die fertige Pizza.
Die Pizza bleibt zu lange auf dem Schieber
Ein feuchter Belag kann den Teig am Pizzaschieber festkleben lassen. Belege die Pizza zügig und schiebe sie sofort auf den Stein.
Fazit: Gorgonzola Pizza lebt von der richtigen Balance
Gorgonzola Pizza verbindet cremigen Käse mit kräftigen, süssen oder herzhaften Belägen. Besonders ausgewogen gelingt sie mit Gorgonzola Dolce und mildem Mozzarella.
Birne, Feige, Walnüsse und Honig sorgen für eine süss-würzige Kombination. Bacon, Pilze, Spinat oder Steak machen die Pizza kräftiger und besonders passend für den Grillabend.
Entscheidend sind eine sparsame Käsemenge, wenig Feuchtigkeit auf dem Teig und ein gründlich vorgeheizter Pizzastein. Dann wird der Boden knusprig, der Rand luftig und der Gorgonzola bleibt cremig.