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Grillieren lernen mit dem grossen Grillfürst Grundkurs


Lesezeit 25 Minuten Lesezeit

Richtig grillieren beginnt mit den Grundlagen: Grill vorheizen, direkte und indirekte Hitze nutzen, Kerntemperatur messen und das Grillgut in der richtigen Reihenfolge auflegen. Dieser Grillfürst Grundkurs zeigt dir Schritt für Schritt, wie Steaks, Burger, Bratwurst, Poulet, Fisch und Gemüse sicher gelingen

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Der komplette Anfänger-Guide für Gasgrill, Holzkohlegrill, Elektrogrill, Plancha und Co.

Du hast einen Grill. Du hast Hunger. Du hast vielleicht sogar schon ein paar Steaks, Würstchen oder Burger-Patties im Kühlschrank. Was jetzt noch fehlt? Sicherheit am Grill.

Denn seien wir ehrlich: Am Anfang sieht Grillieren oft einfacher aus, als es ist. Man dreht den Grill voll auf, schmeisst alles auf den Rost, wendet hektisch hin und her und hofft, dass am Ende irgendwas zwischen „nicht roh“ und „nicht komplett verbrannt“ dabei herauskommt.

Die gute Nachricht: Richtig grillieren ist kein Hexenwerk. Du musst kein BBQ-Profi sein, um saftige Steaks, krosse Würstchen, gute Burger, zartes Poulet, aromatisches Gemüse oder Fisch vom Grill hinzubekommen. Du brauchst nur ein paar Grundlagen: Hitze verstehen, Grillzonen nutzen, Kerntemperaturen kennen, gutes Timing entwickeln und typische Anfängerfehler vermeiden.

Genau dafür ist dieser Grillfürst Grundkurs da.

Das hier ist dein Einstieg in die Welt des Grillierens. Kein trockenes Fachbuch, kein Fachchinesisch, keine Showküche. Sondern ein praktischer Leitfaden, mit dem du Schritt für Schritt besser wirst – egal ob du mit Gas, Kohle, Elektro, Pellet, Plancha oder Keramik grillierst.


Warum Grillieren lernen einfacher ist, als du denkst

Du brauchst keinen Meistertitel am Rost, um richtig gut zu grillieren. Du brauchst nur einen Plan. Wer versteht, was Hitze macht, wann der Deckel geschlossen bleibt und warum ein Thermometer kein Anfänger-Tool, sondern ein Profi-Werkzeug ist, grilliert sofort entspannter.

Viele Anfänger glauben, Grillieren sei reine Erfahrungssache. Ein bisschen Gefühl, ein bisschen Rauch, ein bisschen „wird schon“. Klar, Erfahrung hilft. Aber die wichtigsten Grillgrundlagen kannst du sehr schnell lernen.

Grillieren besteht im Kern aus vier Dingen:

  1. Hitze erzeugen
  2. Hitze kontrollieren
  3. Grillgut passend vorbereiten
  4. Den richtigen Moment erkennen

Wenn du diese vier Punkte verstehst, bist du schon weiter als viele, die seit Jahren einfach nur alles auf volle Hitze legen.

Was Anfänger oft falsch einschätzen

Viele denken:

„Je heisser, desto besser.“

Stimmt nicht. Hohe Hitze ist super für Steaks, Smash Burger oder Pizza. Aber Pouletbrust, Fisch, Gemüse, Bratwurst oder dicke Stücke brauchen Kontrolle. Sonst wird aussen alles dunkel, während innen noch nicht alles passt.

Andere denken:

„Grillzeit reicht als Orientierung.“

Auch nur teilweise. Grillzeiten helfen, aber sie sind nie exakt. Ein Steak kann 2 cm oder 5 cm dick sein. Eine Pouletbrust kann klein oder riesig sein. Ein Grill kann echte 220 °C liefern oder nur laut Deckelthermometer heiss aussehen. Deshalb ist die Kerntemperatur so wichtig.

Beispiel aus der Praxis

Du grillierst zwei Pouletbrüste. Eine ist flach und gleichmässig, die andere ist dick und läuft spitz zu. Wenn du beide gleich lange grillierst, ist die dünne trocken, während die dicke vielleicht noch nicht perfekt ist.

Besser:

  • Poulet gleichmässig dick schneiden oder leicht plattieren
  • kurz direkt angrillieren
  • indirekt fertig garen
  • Kerntemperatur messen

Das klingt nach mehr Arbeit, ist aber in Wahrheit entspannter, weil du nicht raten musst.

Was du am Anfang wirklich lernen musst

Du musst nicht sofort alles können. Für den Anfang reichen diese Grundlagen:

  • Grill sicher starten
  • Grill richtig vorheizen
  • direkte und indirekte Hitze unterscheiden
  • einfache Grillgerichte beherrschen
  • Kerntemperatur messen
  • Grillgut in der richtigen Reihenfolge auflegen
  • Grill nach dem Essen sauber machen

Grillieren lernen heisst nicht, komplizierter zu grillieren. Es heisst, kontrollierter zu grillieren. Sobald du Hitze, Zonen und Kerntemperatur verstehst, wird fast alles einfacher.


Die 10 goldenen Anfängerregeln

Wenn du nur dieses Kapitel liest, hast du schon die halbe Miete. Diese 10 Regeln retten dir Würstchen, Steak, Poulet, Gemüse und wahrscheinlich auch deinen Blutdruck am ersten Grillabend.

Bevor wir tief einsteigen, kommen hier die wichtigsten Anfängerregeln. Druck sie dir aus, speichere sie ab oder häng sie neben den Grill.

Die 10 Regeln

Nr.RegelWarum sie wichtig ist
1
Grill immer vorheizen
Nur ein heisser Rost sorgt für gute Röstaromen
2
Nicht alles bei Vollgas grilleiern
Hohe Hitze verbrennt empfindliches Grillgut
3
Zwei Grillzonen einrichten
Eine heisse Zone, eine ruhige Zone
4
Deckel bewusst nutzen
Geschlossener Deckel gart gleichmässiger
5
Nicht ständig wenden
Grillgut braucht Kontaktzeit
6
Nicht einstechen
Saft bleibt im Fleisch
7
Kerntemperatur messen
Sicherer als Raten
8
Roh und gegart trennen
Wichtig für Hygiene
9
Reihenfolge planen
Nicht alles braucht gleich lang
10
Grill nach dem Essen reinigen
Weniger Rauch, weniger Fettbrand, besserer Geschmack

Beispiel: Was diese Regeln konkret bringen

Stell dir vor, du grillierst ein klassisches Anfänger-Menü:

  • Bratwurst
  • Pouletbrust
  • Grillkäse
  • Zucchini
  • Baguette

Ohne Plan landet alles gleichzeitig auf dem Grill. Ergebnis:

  • Bratwurst wird dunkel
  • Poulet braucht länger
  • Grillkäse läuft weg
  • Zucchini wird matschig
  • Baguette verbrennt

Mit den 10 Regeln läuft es so:

  1. Grill vorheizen
  2. direkte und indirekte Zone einrichten
  3. Poulet zuerst angrillieren und indirekt garziehen
  4. Würstchen bei mittlerer Hitze grillieren
  5. Zucchini in Scheiben direkt grillieren
  6. Grillkäse kurz und heiss zum Schluss
  7. Baguette ganz am Ende anrösten

Gleiche Zutaten. Besseres Ergebnis.

Die wichtigste Anfängerregel überhaupt

Wenn du am Anfang unsicher bist, arbeite nie nur mit voller direkter Hitze. Richte dir immer eine zweite, mildere Zone ein. Dort kannst du Grillgut fertig garen, warmhalten oder retten, wenn es aussen zu schnell dunkel wird.

Grillfürst-Tipp: Die beste Anfänger-Technik ist nicht irgendein Geheimtrick. Es ist Reihenfolge. Wer weiss, was zuerst und was zuletzt auf den Grill kommt, grilliert automatisch entspannter.


Welcher Grill ist für Anfänger am besten?

Der beste Grill für Anfänger ist nicht automatisch der teuerste. Der beste Grill ist der, den du wirklich benutzt: schnell, sicher, passend zu deinem Platz und zu deinem Grillstil.

Gasgrill: Der entspannte Allrounde

Ein Gasgrill ist für viele Anfänger die einfachste Wahl. Du öffnest die Gasflasche, zündest die Brenner, heizt vor und kannst die Temperatur über Regler steuern.

Perfekt für

  • Familien
  • Terrasse und Garten
  • regelmässiges Grillieren
  • schnelle Feierabendküche
  • Burger, Steak, Gemüse, Poulet und Pizza
  • alle, die Temperaturkontrolle wollen

Für wen lohnt sich ein Gasgrill besonders?

Ein Gasgrill lohnt sich, wenn du öfter grillieren willst und Wert auf Komfort legst. Gerade für Anfänger ist es hilfreich, wenn sich Temperatur und Grillzonen gut kontrollieren lassen.


Holzkohlegrill: Der Klassiker mit Feuergefühl

Holzkohle ist Emotion. Glut, Rauch, Knistern, Anzündkamin. Für viele gehört genau das zum Grillieren dazu. Für Anfänger ist Holzkohle etwas anspruchsvoller, weil die Temperatur nicht einfach per Drehregler verändert wird.

Perfekt für

  • klassisches Grillieren
  • Aroma-Fans
  • Garten
  • Menschen, die den Grillprozess lieben

Für wen lohnt sich ein Holzkohlegrill besonders?

Ein Holzkohlegrill lohnt sich, wenn du Grillieren nicht nur als schnelle Zubereitung siehst, sondern als Erlebnis. Wenn du gerne mit Feuer, Glut und Rauch arbeitest, ist Holzkohle genau dein Ding.

Grillfürst-Tipp: Nutze einen Anzündkamin. Er macht Holzkohlegrillieren deutlich einfacher und sicherer.


Elektrogrill: Der Balkonfreund

Elektrogrills sind praktisch, wenn du wenig Platz hast oder auf dem Balkon grillierst. Sie brauchen keine Kohle und keine Gasflasche, sondern nur Strom.

Perfekt für

  • Balkon
  • kleine Haushalte
  • Mietwohnung
  • schnelles Grillieren
  • unkomplizierte Reinigung

Für wen lohnt sich ein Elektrogrill besonders?

Ein Elektrogrill lohnt sich, wenn du unkompliziert, platzsparend und raucharm grillieren willst. Für kleine Balkone und spontane Grillabende ist er eine starke Lösung.


Pelletgrill: BBQ mit Komfort

Ein Pelletgrill arbeitet mit Holzpellets und automatischer Temperatursteuerung. Er ist besonders spannend für Low und Slow.

Perfekt für

  • Ribs
  • Pulled Pork
  • Brisket
  • Räucheraroma
  • lange Garzeiten
  • BBQ-Fans

Für wen lohnt sich ein Pelletgrill besonders?

Ein Pelletgrill lohnt sich, wenn dich BBQ-Klassiker wie Ribs, Pulled Pork und Brisket reizen und du konstante Temperatur mit Raucharoma kombinieren möchtest.


Plancha: Die heisse Platte für alles Kleine

Die Plancha ist eine glatte Grillplatte. Sie ist perfekt für alles, was auf dem Rost schwierig wäre.

Perfekt für

  • Smash Burger
  • Gemüse
  • Garnelen
  • Fisch
  • Speck
  • Eier
  • Frühstück vom Grill
  • kleine Stücke

Für wen lohnt sich eine Plancha besonders?

Eine Plancha lohnt sich, wenn du gerne Burger, Gemüse, Fisch, Garnelen oder kleinere Zutaten grillierst. Sie ist auch eine starke Ergänzung zum Gasgrill.


Keramikgrill: Stark, aber ambitionierter

Ein Keramikgrill speichert Hitze extrem gut. Er kann smoken, backen, grillieren und hohe Temperaturen liefern. Für absolute Anfänger ist er nicht unmöglich, aber etwas erklärungsbedürftiger.

Perfekt für

  • ambitionierte Grillierer
  • Pizza
  • Steak
  • Low und Slow
  • lange Hitzehaltung

Für wen lohnt sich ein Keramikgrill besonders?

Ein Keramikgrill lohnt sich, wenn du Grillieren als Hobby ernst nehmen willst und ein Gerät suchst, das hohe Hitze, lange Garzeiten und Backen im Grill kombiniert.


Entscheidungshilfe

Du willst …Dann passt oft …
schnell und unkompliziert grillieren
Gasgrill
klassisches Feuergefühl
Holzkohlegrill
auf dem Balkon grillieren
Elektrogrill
Ribs, Pulled Pork, Brisket
Pelletgrill
Smash Burger, Gemüse, Fisch
Plancha
Pizza, Steak, Low und Slow auf hohem Niveau
Keramikgrill

Grillfürst-Tipp: Wenn du Anfänger bist und regelmässig grillieren willst, ist ein Gasgrill oft der einfachste Start. Wenn du auf dem Balkon grillierst, ist ein Elektrogrill oft die praktischste Lösung. Wenn du Grillieren als Hobby mit Feuer und Glut erleben willst, nimm Holzkohle.


Das wichtigste Zubehör für deinen Start

Du brauchst keine 37 Grilltools, um gut zu starten. Aber die richtigen fünf Werkzeuge entscheiden darüber, ob du entspannt grillierst oder mit Küchengabel, Topflappen und Bauchgefühl improvisierst.

Grillzubehör kann schnell ausarten. Spiesse, Körbe, Platten, Handschuhe, Thermometer, Bürsten, Marinadenspritzen, Drehspiesse, Pizzasteine – alles cool, aber nicht alles brauchst du sofort.

Für Anfänger zählt: Sicherheit, Kontrolle, Sauberkeit.

Die Grundausstattung

ZubehörWarum du es brauchst
Grillzange
Zum Wenden ohne Einstechen
Grillwender
Für Burger, Fisch, Gemüse und Plancha
Grillthermometer
Für sichere Kerntemperaturen
Grillhandschuhe
Schutz vor Hitze
Grillbürste
Sauberer Rost, weniger Ankleben
Schneidebrett
Vorbereitung und sauberes Arbeiten
scharfes Messer
Saubere Schnitte, bessere Vorbereitung
Servierplatten
Roh und gegart getrennt halten
Küchenpapier
Fett, Marinade, Hände und Grillplatz
Grillreiniger
Für gründliche Pflege

Die Top 5 für Anfänger

Wenn du klein starten willst, kauf zuerst diese fünf Dinge:

  1. Grillthermometer
  2. Gute Grillzange
  3. Grillhandschuhe
  4. Grillbürste
  5. Wender oder Spachtel

Warum ein Thermometer so wichtig ist

Viele Anfänger schneiden Fleisch auf, um zu prüfen, ob es gar ist. Das funktioniert schlecht. Du verlierst Saft, das Fleisch sieht unschön aus und wirklich sicher bist du trotzdem nicht.

Mit einem Thermometer weisst du:

  • Ist das Pouelt durch?
  • Ist das Steak medium?
  • Ist der Fisch noch saftig?
  • Ist das Pulled Pork zart genug?
  • Muss das Grillgut noch indirekt weiterziehen?

Beispiel

Du grillierst Pouletbrust. Aussen sieht sie perfekt aus. Innen könnte sie aber noch nicht durch sein oder schon trocken. Mit einem Thermometer musst du nicht raten.


Zubehör nach Grilltyp

Gasgrill

  • Gasflaschenwaage oder Füllstandsanzeiger
  • Ersatz-Gasflasche
  • Grillbürste
  • Fettauffangschalen
  • Thermometer
  • Abdeckhaube
  • Grillreiniger
  • Ersatzbatterie für die Zündung, falls dein Grill eine elektrische Zündung nutzt

Holzkohlegrill

  • Anzündkamin
  • Grillanzünder
  • Kohlezange
  • Ascheeimer aus Metall
  • Hitzeschutzhandschuhe
  • Kohlekörbe oder Kohlehalter
  • Grillthermometer

Elektrogrill

  • hitzebeständige Unterlage
  • Grillplatte oder Einsatz
  • Reinigungszubehör
  • geeignete Stromversorgung
  • Grillzange
  • Wender
  • Thermometer

Plancha

  • Spachtel
  • Schaber
  • Ölflasche
  • Reinigungswasserflasche
  • hitzefeste Handschuhe
  • hitzebeständiger Behälter für Reste

Was du später ergänzen kannst

Wenn du sicherer bist, wird Zubehör spannender:

  • Pizzastein
  • Drehspiess
  • Räucherbox
  • Grillkorb
  • Grillplatte
  • Dutch Oven
  • Rib-Halter
  • Geflügelhalter
  • Plancha
  • Sizzle-Zone-Zubehör
  • Burgerpresse
  • Marinierpinsel

Zubehör, das Anfänger oft überschätzen

Nicht jedes Tool macht dich besser. Erst später sinnvoll:

  • Marinadenspritze
  • mehrere Spezialthermometer
  • komplexe Smoker-Setups
  • Spezialhalter für seltene Gerichte
  • sehr grosse Messer-Sets
  • exotische Gewürzsammlungen

Grillfürst-Tipp: Das wichtigste Zubehör ist nicht das ausgefallenste Zubehör. Es ist das Zubehör, das dir Kontrolle gibt. Thermometer, Zange, Handschuhe und Bürste schlagen am Anfang fast jedes Spezialtool.


Sicherheit und Hygiene: Was du vor dem ersten Grillieren wissen musst

Guter Geschmack ist wichtig. Aber Sicherheit kommt zuerst. Wer mit Gas, Glut, Fett und rohem Fleisch arbeitet, sollte ein paar Regeln kennen – damit der Grillabend nicht mit Stress, Stichflamme oder Bauchweh endet.

Grillieren ist sicher, wenn du sauber und aufmerksam arbeitest. Die meisten Probleme entstehen durch Hektik, verschmutzte Grills, falschen Umgang mit Gas oder schlechte Lebensmittelhygiene.

Allgemeine Sicherheitsregeln

  • Grill nur draussen verwenden
  • Grill stabil und eben aufstellen
  • Abstand zu Möbeln, Pflanzen, Markisen und Wänden halten
  • Kinder und Haustiere vom heissen Grill fernhalten
  • Grill nie unbeaufsichtigt lassen
  • Grillhandschuhe bereitlegen
  • Fettwanne regelmässig prüfen
  • keine brennbaren Flüssigkeiten verwenden
  • nicht unter geschlossenen Überdachungen grillieren
  • bei Gasgeruch sofort Gas abdrehen
  • Herstellerhinweise deines Grills beachten

Sicherheit beim Gasgrill

Vor dem Start prüfen

  • Gasflasche steht aufrecht
  • Schlauch ist nicht geknickt
  • Schlauch ist nicht porös
  • Druckminderer sitzt korrekt
  • Brenner sind ausgeschaltet
  • Deckel ist beim Zünden geöffnet
  • Fettauffangschale ist nicht voll
  • Grill steht stabil und frei

Nach dem Grillieren

  • Brenner ausschalten
  • Gasflasche schliessen
  • Grill abkühlen lassen
  • Rost reinigen
  • Fettwanne prüfen
  • Grill abdecken, wenn er kalt ist

Beim Zünden

  • Deckel öffnen
  • Brenner auf Startposition stellen
  • zünden
  • kurz prüfen, ob die Flamme sauber brennt
  • bei Gasgeruch nicht weiterzünden
  • bei Problemen Gas schliessen und Bedienungsanleitung prüfen

Sicherheit beim Holzkohlegrill

  • Anzündkamin verwenden
  • keine Spiritus- oder Benzinexperimente
  • Glut vollständig auskühlen lassen
  • Asche nur kalt entsorgen
  • heisse Asche nicht in Plastikbehälter kippen
  • Windrichtung beachten
  • Funkenflug vermeiden
  • Grill nicht unbeaufsichtigt lassen
Mit einem Holzkohlegrill lässt es sich auch besonders raucharm grillen.

Was tun bei Fettbrand?

Fettbrand entsteht, wenn Fett in die Flamme tropft oder sich in der Fettwanne entzündet.

Sofortmassnahmen

  1. Ruhe bewahren
  2. Wenn möglich Gaszufuhr schliessen
  3. Brenner ausschalten
  4. Deckel schliessen, wenn gefahrlos möglich
  5. Abstand halten
  6. Niemals Wasser auf brennendes Fett giessen
  7. Wenn die Situation nicht kontrollierbar ist: Abstand nehmen und Hilfe holen

Wie du Fettbrand vermeidest

  • Fettwanne regelmässig leeren
  • Grillroste reinigen
  • stark fettiges Grillgut nicht dauerhaft über voller direkter Hitze grillieren
  • Marinaden abtropfen lassen
  • indirekte Zone nutzen
  • Grill nicht völlig überladen
  • Grill nach dem Essen sauber machen

Lebensmittelhygiene

Beim Grillieren arbeitest du oft mit rohem Fleisch, Fisch, Marinaden, Salaten und Dips. Gerade im Sommer ist Hygiene wichtig.

Die wichtigsten Regeln

  • Rohes Fleisch getrennt von fertigem Essen lagern
  • separate Teller für roh und grilliert nutzen
  • Hände nach rohem Fleisch waschen
  • Marinade von rohem Fleisch nicht ungekocht als Sauce verwenden
  • Geflügel vollständig durchgaren
  • Fisch und Meeresfrüchte kühl halten
  • Salate und Dips nicht stundenlang in der Sonne stehen lassen
  • Kühlkette möglichst einhalten

Typischer Anfängerfehler

Du legst rohe Pouletspiesse auf einen Teller. Dann grillierst du sie. Danach legst du die fertigen Spiesse wieder auf denselben Teller. Genau das solltest du vermeiden.

Besser:

  • Teller 1: rohes Grillgut
  • Teller 2: fertiges Grillgut
  • Zange nach rohem Geflügel reinigen oder wechseln

Grillfürst-Tipp: Sauber arbeiten ist kein Extra. Es ist Teil des Grillierens. Wer sicher grilliert, grilliert entspannter – und seine Gäste essen mit besserem Gefühl.


Hitze verstehen: Der Schlüssel zu gutem Grillieren

Am Grill entscheidet nicht die Uhr. Am Grill entscheidet Hitze. Wer Hitze versteht, verbrennt weniger, trocknet weniger aus und bekommt mehr Geschmack auf den Teller.

Viele Anfänger sehen Grillieren als „heiss machen und drauflegen“. Genau da fangen die Probleme an. Denn Hitze ist nicht gleich Hitze.

Drei Arten von Hitze

1. Direkte Hitze

Das Grillgut liegt direkt über Brenner, Glut, Heizspirale oder heisser Platte.

Gut für:

  • Brot
  • Steaks
  • Burger
  • Würstchen
  • Gemüse
  • Garnelen
  • Grillkäse

2. Indirekte Hitze

Das Grillgut liegt nicht direkt über der Hitzequelle. Der Deckel ist geschlossen, die Hitze zirkuliert.

Gut für:

  • Brisket
  • Poulet
  • Braten
  • Ribs
  • dicke Steaks
  • Kartoffeln
  • Pizza
  • Pulled Pork

3. Kontaktwärme

Das Grillgut liegt auf einer heißen Platte oder Plancha. Die große Kontaktfläche sorgt für Röstaromen.

Gut für:

  • kleine Stücke
  • Smash Burger
  • Fisch
  • Gemüse
  • Speck
  • Eier
  • Garnelen
Temperaturzonen direkte Hitze, indirekte Hitze und mittlere Hitze

Temperaturbereiche

BereichTemperaturTypische Anwendung
niedrig
ca. 100 bis 130 °C
Low und Slow, Ribs, Pulled Pork
mittel
ca. 150 bis 200 °C
Poulet, Gemüse, Fisch, Würstchen
hoch
ca. 220 bis 280 °C
Steak, Burger, Grillkäse
sehr hoch
ab ca. 300 °C
Pizza, Searing, Plancha, Sizzle Zone

Warum nicht alles volle Hitze braucht

Hohe Hitze ist super, wenn du schnell Röstaromen willst. Aber bei empfindlichem oder dickem Grillgut wird sie zum Problem.

Beispiel Poulet

Wenn du Pouletbrust nur bei maximaler direkter Hitze grillierst:

  • aussen schnell dunkel
  • innen eventuell noch nicht richtig gar
  • Fleisch wird trocken

Besser:

  • kurz direkt angrillieren
  • indirekt fertig garen
  • Kerntemperatur prüfen

    Beispiel Bratwurst

    Wenn Bratwurst zu heiss grilliert wird:

    • Pelle platzt
    • Fett tropft heraus
    • Stichflammen entstehen
    • aussen schwarz, innen nicht optimal

    Besser:

    • mittlere Hitze
    • regelmässig wenden
    • indirekte Zone nutzen

      Deckel: Dein unterschätzter Grillhelfer

      Ein geschlossener Deckel macht aus deinem Grill einen Outdoor-Backofen. Die Hitze kommt nicht nur von unten, sondern zirkuliert um das Grillgut.

      Deckel geschlossen bei:

      • indirektem Grillieren
      • Poulet
      • dickem Fleisch
      • Braten
      • Ribs
      • Pizza
      • Gemüse mit längerer Garzeit

      Deckel offen bei:

      • sehr kurzen Garzeiten
      • Plancha
      • dünnen Würstchen
      • wenn du sehr direkt arbeiten willst

        Deckelthermometer richtig einordnen

        Das Thermometer im Deckel zeigt dir die Temperatur im Garraum in Deckelnähe. Direkt am Rost kann die Temperatur anders sein. Für den Anfang reicht das Deckelthermometer zur groben Orientierung. Wenn du genauer arbeiten willst, nutzt du ein zusätzliches Grillthermometer mit Fühler auf Rosthöhe.

        Grillfürst-Tipp: Der Deckel ist kein Deko-Teil. Wenn du indirekt grillierst oder dicke Stücke garen willst, bleibt er zu. Jeder unnötige Blick kostet Hitze.


        Direkt, indirekt und 2-Zonen-Methode einfach erklärt

        Die 2-Zonen-Methode ist der Moment, in dem aus „Ich hoffe, das klappt“ ein echtes „Ich hab’s im Griff“ wird. Eine heisse Zone, eine ruhige Zone – und plötzlich kannst du Grillgut retten, fertig garen und besser timen.
        Wenn du Anfänger bist, ist dieses Kapitel besonders wichtig. Denn direkte und indirekte Hitze sind die Grundlage für fast alles.

        Direktes Grillieren

        Beim direkten Grillieren liegt das Grillgut direkt über der Hitzequelle.

        Ideal für

        • Bratwurst
        • Steak
        • Burger
        • Grillkäse
        • Garnelen
        • dünne Fischfilets
        • Gemüse
        • Brot

        Vorteile

        • schnelle Röstaromen
        • kurze Garzeit
        • intensive Hitze
        • gutes Branding auf dem Rost

        Nachteile

        • Grillgut kann schnell verbrennen
        • empfindliche Marinaden werden dunkel
        • dicke Stücke bleiben innen eventuell roh

        Indirektes Grillieren

        Beim indirekten Grillieren liegt das Grillgut neben der Hitzequelle. Der Deckel ist geschlossen.

        • Poulet
        • dicke Steaks
        • Braten
        • Spareribs
        • Pulled Pork
        • Kartoffeln
        • Pizza
        • grössere Gemüse-Stücke

        Vorteile

        • gleichmässige Garung
        • weniger Verbrennen
        • ideal für dicke Stücke
        • besser kontrollierbar

        Nachteile

        • dauert länger
        • Deckel muss geschlossen bleiben
        • Temperatur sollte beobachtet werden

        Die 2-Zonen-Methode

        Du richtest zwei Bereiche ein:

        1. Direkte Zone: heiss, direkt über der Hitze
        2. Indirekte Zone: milder, ohne direkte Hitze darunter

        Damit kannst du Grillgut erst scharf angrillieren und anschliessend schonend fertig garen. Oder du legst Grillgut in die indirekte Zone, wenn es aussen zu schnell dunkel wird.

        Auf dem Gasgrill

        1. Grill mit allen Brennern vorheizen
        2. Einen oder mehrere Brenner ausschalten
        3. Grillgut über den ausgeschalteten Bereich legen
        4. Deckel schliessen

        Beispiel

        Bei einem 3-Brenner-Gasgrill:

        • linker Brenner an
        • mittlerer Brenner aus
        • rechter Brenner an

        Das Grillgut liegt in der Mitte indirekt.

        Auf dem Holzkohlegrill

        1. Kohle auf eine Seite schieben
        2. Andere Seite frei lassen
        3. Grillgut über die freie Seite legen
        4. Deckel schliessen

        Auf dem Elektrogrill

        Je nach Modell kannst du die Temperaturzonen nur eingeschränkt steuern. Arbeite mit:

        • Temperaturregler
        • Grillplatte
        • Deckel
        • kurzen und längeren Garzeiten
        • Warmhaltebereichen, falls vorhanden

        Beispiel: Nackensteak

        Falsch:

        • volle Hitze
        • Steak bleibt dauerhaft direkt über der Flamme
        • aussen trocken und dunkel

        Besser:

        1. direkt angrillieren
        2. wenden
        3. kurz Farbe nehmen lassen
        4. indirekt fertig ziehen
        5. kurz ruhen lassen

        Beispiel: Pouletschenkel

        Falsch:

        • direkt über voller Hitze
        • Haut verbrennt
        • Fleisch am Knochen braucht noch

        Besser:

        1. indirekt garen
        2. am Ende direkt knusprig grillieren
        3. Kerntemperatur prüfen

        Beispiel: Grillgemüse

        Falsch:

        • alles klein schneiden
        • direkt über volle Hitze legen
        • Gemüse fällt durch den Rost oder verbrennt

        Besser:

        1. grössere Stücke schneiden
        2. leicht ölen
        3. direkt angrillieren
        4. bei Bedarf in der indirekten Zone ziehen lassen
        5. für kleine Stücke Grillkorb oder Plancha nutzen

        Grillfürst-Tipp: Die indirekte Zone ist deine Rettungszone. Wenn etwas zu schnell dunkel wird, sofort runter von der direkten Hitze und in die indirekte Zone legen.


        Grilltemperaturen, Grillzeiten und Kerntemperaturen

        Zeit ist gut. Temperatur ist besser. Wer nur nach Minuten grilliert, rät. Wer Kerntemperatur misst, weiss, was passiert.

        Grillzeiten sind praktisch, aber sie sind nie absolut. Die Dicke des Grillguts, Starttemperatur, Grilltyp, Wind, Aussentemperatur und Hitzeverteilung verändern alles.

        Deshalb gilt: Grillzeit gibt Orientierung. Kerntemperatur gibt Sicherheit.


        Grilltemperaturen als Orientierung

        GrillgutMethodeTemperaturbereich
        Bratwurst
        direkt und indirekt
        mittel
        Steak
        direkt heiss und indirekt
        hoch
        Burger
        direkt oder Plancha
        hoch
        Pouletbrust
        direkt und indirekt
        mittel
        Pouletschenkel
        indirekt und direkt finishen
        mittel
        Lachs
        direkt oder indirekt
        mittel
        Gemüse
        direkt oder Plancha
        mittel bis hoch
        Grillkäse
        direkt
        hoch
        Pizza
        indirekt mit Stein
        sehr hoch
        Ribs
        indirekt oder Low und Slow
        niedrig
        Pulled Pork
        Low und Slow
        niedrig

        Kerntemperaturen als Anfänger-Orientierung

        GrillgutOrientierung
        Rindersteak medium
        ca. 56 bis 58 °C
        Rindersteak medium well
        ca. 60 bis 64 °C
        Schweinenacken oder Schweinesteak
        ca. 65 bis 70 °C
        Schweinefilet
        ca. 60 bis 65 °C
        Pouletbrust
        ca. 75 °C
        Pouletschenkel
        ca. 80 bis 85 °C
        Lachs
        ca. 56 bis 60 °C
        Burger-Patty
        ca. 70 °C, je nach Fleisch und gewünschtem Gargrad
        Pulled Pork
        ca. 90 bis 95 °C
        Brisket
        ca. 90 bis 95 °C, zusätzlich Zartheit prüfen

        Die Werte sind Orientierungswerte. Dicke, Fleischqualität, Starttemperatur und persönlicher Geschmack spielen immer mit rein. Bei Geflügel und Hackfleisch solltest du besonders sorgfältig arbeiten.

        Finde die passende Kerntemperatur für Fleisch, Fisch und weitere Grillgerichte in unseren Magazinartikeln rund um das Thema Die richtige Kerntemperatur finden.


        So misst du richtig

        1. In die dickste Stelle stechen
        2. Nicht direkt am Knochen messen
        3. Nicht in Fettpolster messen
        4. Bei flachen Stücken seitlich einstechen
        5. Temperatur kurz stabilisieren lassen
        6. Bei grossen Stücken mehrere Stellen prüfen

        Beispiel: Steak

        Du willst ein Steak medium grillieren.

        1. Grill stark vorheizen
        2. Steak direkt angrillieren
        3. wenden
        4. zweite Seite angrillieren
        5. in die indirekte Zone legen
        6. Kerntemperatur messen
        7. bei Zieltemperatur runternehmen
        8. kurz ruhen lassen

        Beispiel: Poulet

        Du grillierst Pouletbrust.

        1. Poulet gleichmässig dick vorbereiten
        2. kurz direkt angrillieren
        3. indirekt fertig garen
        4. Kerntemperatur prüfen
        5. nicht anschneiden, um zu raten

        Warum Ruhezeit wichtig ist

        Nach dem Grillieren verteilt sich Fleischsaft wieder etwas gleichmässiger. Bei Steaks, Filet und grösseren Stücken lohnt sich eine kurze Ruhezeit.

        Faustregel

        • kleine Stücke: kurz ruhen lassen
        • Steak: wenige Minuten
        • grosse Stücke: länger ruhen lassen

        Grillzeiten als grobe Orientierung

        GrillgutGrobe Orientierung
        Bratwurst
        kurz bis mittel, bei mittlerer Hitze
        dünnes Steak
        kurz und heiss
        dickes Steak
        heiss angrillieren, indirekt fertigziehen
        Pouletbrust
        mittel, besser mit Kerntemperatur
        Pouletschenkel
        länger, indirekt plus Finish
        Lachsfilet
        eher kurz bis mittel
        Gemüse
        je nach Sorte kurz bis mittel
        Maiskolben
        vorgekocht deutlich schneller
        Ribs
        lang und indirekt
        Pulled Pork
        sehr lang und niedrig

        Grillfürst-Tipp: Nimm Grillgut lieber etwas früher aus der direkten Hitze und lass es kontrolliert fertigziehen. Nachgaren geht. Verbrannt rückgängig machen eher nicht.


        Grillgut vorbereiten: Würzen, Marinieren, Temperieren

        Gutes Grillieren beginnt nicht erst auf dem Rost. Es beginnt am Schneidebrett. Wer sauber vorbereitet, gleichmässig schneidet und klug würzt, hat am Grill viel weniger Stress. Die Vorbereitung entscheidet über Geschmack, Garzeit und Ergebnis


        Fleisch vorbereiten

        Trocken tupfen

        Feuchte Oberfläche bremst Röstaromen. Tupfe Fleisch vor dem Grillieren trocken, besonders Steaks und Burger-Patties.

        Gleichmässige Dicke

        Ungleichmässige Stücke garen ungleichmässig. Pouletbrust kannst du leicht plattieren oder gleichmässig einschneiden.

        Nicht eiskalt auflegen

        Fleisch muss nicht stundenlang draussen liegen. Aber direkt aus dem Kühlschrank auf den Grill ist oft ungünstig. Besonders dickere Stücke profitieren davon, kurz anzutemperieren.


        Salz, Rub oder Marinade?

        Salz: Für viele Stücke reicht Salz völlig aus. Gerade bei Steak ist weniger oft mehr.

        Rub: Ein Rub ist eine trockene Gewürzmischung. Gut für:

        • Ribs
        • Pulled Pork
        • Poulet
        • Nacken
        • Gemüse
        • Grillkäse

        Marinade: Marinaden bringen Aroma. Aber Vorsicht: Enthalten sie Zucker, Honig oder süsse Saucen, können sie bei hoher Hitze schnell verbrennen.

        Fleisch mit Salz würzen

        Wann würzen?

        GrillgutEmpfehlung
        Steak
        Salz vor dem Grillieren, Pfeffer eher danach
        Poulet
        Rub oder Marinade vorher
        Burger
        aussen salzen, nicht zu stark kneten
        Gemüse
        Öl, Salz und Kräuter vor dem Grillieren
        Fisch
        mild würzen, Zitrone eher am Ende
        Ribs
        Rub mehrere Stunden vorher möglich

        Beispiel: Zuckerhaltige BBQ-Sauce

        Du pinselst Poulet direkt am Anfang mit süsser BBQ-Sauce ein und legst es über hohe Hitze. Ergebnis: Sauce wird schwarz, bevor das Fleisch gar ist.

        Besser:

        • Poulet erst garen
        • Sauce erst gegen Ende auftragen
        • kurz karamellisieren lassen
        • nicht verbrennen

        Gemüse vorbereiten

        • gleichmässig schneiden
        • leicht ölen
        • nicht in Öl ertränken
        • passende Grösse wählen
        • Grillkorb oder Plancha für kleine Stücke nutzen

        Fisch vorbereiten

        • gut kühlen
        • trocken tupfen
        • Rost reinigen
        • Hautseite nutzen, wenn vorhanden
        • Fischkorb oder Plancha verwenden

        Burger-Patties vorbereiten

        Burger sind einfach, aber auch hier gibt es typische Fehler.

        Besser so

        • Hackfleisch nicht zu stark kneten
        • Patties locker formen
        • Patties etwas grösser als das Bun formen
        • erst kurz vor dem Grillieren salzen
        • Toppings vorher vorbereiten

        Nicht so gut

        • Patty wie Teig durchkneten
        • beim Grillieren ständig plattdrücken
        • Käse und Buns erst suchen, wenn das Fleisch fertig ist

        Grillfürst-Tipp: Würzen soll Grillgeschmack unterstützen, nicht erschlagen. Starte einfach: Salz, Pfeffer, gutes Öl, Kräuter. Rubs und Marinaden kannst du später steigern.


        Die besten Anfängergerichte vom Grill

        Dein erstes Ziel ist nicht Brisket. Dein erstes Ziel ist ein Grillabend, bei dem alle satt werden und du danach sagst: Das mache ich wieder. Nicht jedes Gericht eignet sich gleich gut für den Start. Such dir Gerichte, die Fehler verzeihen und schnell Erfolg liefern.


        Level 1: Sehr einfach

        Bratwurst

        Warum gut:

        • einfache Vorbereitung
        • kurze Garzeit
        • ideal für mittlere Hitze

        Wichtig:

        • regelmässig wenden
        • nicht einstechen
        • nicht zu heiss grillieren

        Grillkäse

        Warum gut:

        • vegetarisch
        • schnell
        • einfache Kontrolle

        Wichtig:

        • vorsichtig wenden
        • heißsser Rost oder Platte
        • nicht zu lange liegen lassen

        Maiskolben

        Warum gut:

        • beliebt
        • unkompliziert
        • gute Beilage

        Wichtig:

        • vorgekocht schneller fertig
        • mit Butter servieren
        • nicht zu schwarz werden lassen

        Baguette und Knoblauchbrot

        Warum gut:

        • perfekter Abschluss
        • schnell gemacht
        • ideal für Resthitze

        Wichtig:

        • verbrennt schnell
        • erst am Ende grillieren

        Level 2: Einfach mit etwas Timing

        Burger

        Warum gut:

        • schnell
        • gesellig
        • direktes Grillieren lernen

        Wichtig:

        • Patties nicht ständig drücken
        • Buns vorbereiten
        • Toppings vorab bereitstellen

        Pouletbrust

        Warum gut:

        • beliebt
        • gutes Training für Kerntemperatur

        Wichtig:

        • nicht zu heiss
        • indirekt fertig garen
        • Thermometer nutzen

        Lachsfilet

        Warum gut:

        • schnell
        • hochwertig
        • mit Haut gut kontrollierbar

        Wichtig:

        • Rost sauber
        • nicht zu früh bewegen
        • mittlere Hitze

        Nackensteak

        Warum gut:

        • verzeiht mehr als mageres Fleisch
        • gut für direkte und indirekte Hitze

        Wichtig:

        • nicht dauerhaft Vollgas
        • indirekte Zone nutzen

        Level 3: Nächster Schritt

        Dickes Steak

        Lernziel:

        • hohe Hitze
        • Kerntemperatur
        • Ruhezeit

        Pizza vom Grill

        Lernziel:

        • hohe Temperatur
        • Pizzastein
        • Deckel geschlossen halten

        Spareribs

        Lernziel:

        • Geduld
        • indirektes Grillieren
        • Glasieren am Ende

        Pulled Pork

        Lernziel:

        • Low und Slow
        • Temperaturstabilität
        • lange Garzeiten

        Anfänger-Menü für den ersten Grillabend

        Grillgut

        • Bratwurst
        • Pouletbrust
        • Grillkäse
        • Maiskolben

        Beilagen

        • Baguette
        • Nudelsalat
        • Tomatensalat
        • Kräuterbutter

        Saucen

        • Kräuterquark
        • BBQ-Sauce
        • Knoblauchsauce
        • Senf

        Warum dieses Menü funktioniert

        • einfache Zutaten
        • kurze Garzeiten
        • direkte und indirekte Hitze möglich
        • vegetarische Option dabei
        • kein kompliziertes Timing

        Anfänger-Menü für Burger-Fans

        Grillgut

        • Bacon optional
        • Burger-Patties
        • Veggie-Patties oder Grillkäse

        Beilagen

        • Burger-Buns
        • Coleslaw
        • Kartoffel-Wedges
        • Gurken
        • Tomaten
        • Zwiebeln
        • Salat

        Saucen

        • Mayo
        • Burger-Sauce
        • BBQ-Sauce
        • Ketchup
        • Senf

        Warum dieses Menü funktioniert

        Burger sind schnell, jeder kann selbst belegen und du lernst direktes Grillieren, Timing und das kurze Anrösten der Buns.

        Du möchtest beim Burgergrillieren richtig Eindruck machen? Dann probiere unser Rezept Burger Buns selber machen aus und serviere deine Burger mit besonders fluffigen, aromatischen Brötchen.


        Anfänger-Menü vegetarisch

        Grillgut

        • Grillkäse
        • Maiskolben
        • Gemüsespiesse
        • gefüllte Champignons
        • Zucchini
        • Paprika

        Beilagen

        • Fladenbrot
        • Couscous-Salat
        • Tomatensalat
        • Kräuterdip

          Warum dieses Menü funktioniert

          Du lernst Gemüse, Käse und Beilagen zu kombinieren, ohne dass Fleisch im Mittelpunkt steht. Perfekt für gemischte Gruppen.

          Grillfürst-Tipp: Wähle für deinen ersten Grillabend maximal zwei Hauptgerichte und zwei Beilagen. Zu viel Auswahl macht Anfänger nicht besser – nur hektischer.


          Steak, Burger, Poulet, Fisch und Gemüse Schritt für Schritt

          Jetzt wird grilliert. Keine Theorie mehr ohne Praxis. Hier bekommst du die wichtigsten Anfänger-Klassiker Schritt für Schritt – so, dass du direkt loslegen kannst.

          In diesem Kapitel geht es um die Gerichte, mit denen du am schnellsten besser wirst.


          Steak grillieren für Anfänger

          Geeignete Cuts

          • Flank Steak, wenn richtig aufgeschnitten
          • Rumpsteak
          • Ribeye
          • Entrecôte
          • Hüftsteak

          Schritt für Schritt

          1. Steak trocken tupfen
          2. Grill stark vorheizen
          3. Steak salzen
          4. direkt angrillieren
          5. wenden
          6. zweite Seite angrillieren
          7. indirekt auf Kerntemperatur ziehen
          8. ruhen lassen
          9. aufschneiden und servieren
          Knoblauchsoße mit Steak

          Beispiel

          Ein 3 cm dickes Rumpsteak:

          • erst direkte Hitze für Röstaromen
          • danach indirekte Zone
          • Kerntemperatur messen
          • kurz ruhen lassen

          Häufige Fehler

          • Steak zu dünn
          • Grill nicht heiss genug
          • ständig wenden
          • Fleisch anschneiden
          • keine Ruhezeit
          • falscher Anschnitt bei faserigen Cuts

          Grillfürst-Tipp: Lieber ein dickes Steak für zwei Personen als zwei dünne Minutensteaks. Dickere Steaks lassen sich besser kontrollieren.


          Burger grillieren für Anfänger

          Zutaten

          • Burger-Patties
          • Buns
          • Käse
          • Salat
          • Tomaten
          • Gurken
          • Zwiebeln
          • Sauce

          Schritt für Schritt

          1. Toppings vorbereiten
          2. Grill oder Plancha vorheizen
          3. Patties direkt grillieren
          4. nur wenig wenden
          5. Käse am Ende auflegen
          6. Buns kurz toasten
          7. Burger bauen und sofort servieren
          KLassicher Rindfleisch Burger mit Zwiebelmarmelade

          Häufige Fehler

          • Patties zu stark kneten
          • Patties beim Grillieren plattdrücken
          • Buns vergessen
          • Sauce erst suchen, wenn Patties fertig sind
          • Toppings nicht vorbereitet

          Smash Burger auf der Plancha

          Zutaten

          • kleine Hackfleischkugeln
          • Burger-Buns
          • Käse
          • Zwiebeln
          • Gurken
          • Burger-Sauce

          Schritt für Schritt

          1. Plancha stark vorheizen
          2. Hackfleischkugel auflegen
          3. mit Spachtel kräftig flach drücken
          4. kurz scharf braten
          5. wenden
          6. Käse auflegen
          7. Bun toasten
          8. sofort servieren
          Plancha im Trend - Vielseitigkeit von der Platte

          Warum Smash Burger so gut für Anfänger sind

          Du bekommst schnell Röstaromen, kurze Garzeiten und viel Geschmack. Ausserdem ist das Ergebnis sehr direkt: heiss, knusprig, saftig.


          Poulet grillieren für Anfänger

          Pouletnbrust

          1. gleichmässig dick schneiden
          2. würzen
          3. kurz direkt angrillieren
          4. indirekt fertig garen
          5. Kerntemperatur prüfen

          Pouletschenkel

          1. indirekte Hitze vorbereiten
          2. Schenkel indirekt garen
          3. am Ende direkt knusprig grillieren
          4. Kerntemperatur prüfen
          Haehnchenkeulen grillen

          Häufige Fehler

          • zu hohe Hitze
          • Sauce zu früh
          • kein Thermometer
          • rohes und gegartes Pouelt auf denselben Teller
          • Pouletbrust zu lange auf dem Grill lassen

          Fisch grillieren für Anfänger

          Lachs Schritt für Schritt

          1. Lachs trocken tupfen
          2. Rost reinigen und vorheizen
          3. Hautseite auflegen
          4. nicht zu früh bewegen
          5. bei mittlerer Hitze garen
          6. vorsichtig abheben
          7. mit Zitrone servieren

          Dorade Schritt für Schritt

          1. Fisch innen würzen
          2. Kräuter und Zitrone hineinlegen
          3. Fischkorb nutzen
          4. mittlere Hitze
          5. vorsichtig wenden
          Dorade grillen auf einer Grillplatte

          Gute Fischsorten

          • Garnelen
          • Lachs mit Haut
          • Dorade
          • Forelle
          • Thunfischsteak

          Häufige Fehler

          • Rost nicht sauber
          • Fisch zu früh bewegen
          • zu hohe Hitze
          • kein Fischkorb oder keine Plancha bei empfindlichem Fisch

          Gemüse grillieren für Anfänger

          Geeignetes Gemüse

          • Zucchini
          • Paprika
          • Aubergine
          • Champignons
          • Mais
          • Spargel
          • Süsskartoffel
          • Kartoffeln

          Schritt für Schritt

          1. Gemüse gleichmässig schneiden
          2. leicht ölen
          3. würzen
          4. direkt oder auf Plancha grillieren
          5. regelmässig wenden
          6. nicht zu weich grillieren
          Knoblauchsoße mit Grillgemüse

          Häufige Fehler

          • zu klein geschnitten
          • zu viel Öl
          • zu wenig Hitze
          • alles übereinander gelegt
          • kein Grillkorb

          Grillkäse richtig grillieren

          Schritt für Schritt

          1. Grill gut vorheizen
          2. Rost oder Grillplatte leicht vorbereiten
          3. Grillkäse direkt auflegen
          4. kurz grillieren, bis schöne Röstaromen entstehen
          5. vorsichtig wenden
          6. sofort servieren

          Dazu passt

          • Tomatensalat
          • Fladenbrot
          • Zucchini
          • Paprika
          • Kräuterdip
          • Honig-Chili-Topping
          Grillkäse mit Fladenbrot und Tomatensalat

          Grillfürst-Tipp: Bereite erst alles vor, dann grillierst du. Am Grill ist keine Zeit mehr, Tomaten zu schneiden, Sauce zu suchen oder Buns aus der Tüte zu reissen.


          Dein erster Grillabend: Menü, Ablaufplan und Einkaufsliste

          Der erste Grillabend scheitert selten am Grill. Er scheitert an Chaos: keine Einkaufsliste, keine Reihenfolge, keine Teller, keine Sauce, keine Kühlung. Mach’s anders: Plane einmal sauber – und grilliere dann entspannt.

          Dieses Kapitel ist dein Fahrplan für den ersten richtigen Grillabend.


          Menü für 4 Personen

          Grillgut

          • 1 Paprika
          • 4 Bratwürste
          • 2 Pouletbrüste
          • 2 Grillkäse
          • 2 Maiskolben
          • 2 Zucchini

          Beilagen

          • 1 Baguette
          • 1 Schüssel Nudelsalat
          • 1 Tomatensalat
          • Kräuterbutter

          Saucen

          • Kräuterquark
          • BBQ-Sauce
          • Knoblauchsauce
          • Senf

          Getränke

          • Wasser
          • Softdrinks
          • Bier oder alkoholfreies Bier nach Wunsch

          Ablaufplan

          2 Stunden vorher

          • Grillgut auspacken und vorbereiten
          • Poulet würzen
          • Gemüse schneiden
          • Saucen bereitstellen
          • Getränke kühlen
          • Teller und Besteck vorbereiten

          45 Minuten vorher

          • Grillplatz vorbereiten
          • Gasflasche oder Kohle prüfen
          • Grillzubehör bereitlegen
          • rohes und fertiges Grillgut trennen

          20 Minuten vorher

          • Grill vorheizen
          • Rost reinigen
          • direkte und indirekte Zone einrichten

          Grillstart

          1. Maiskolben und Poulet zuerst
          2. Poulet kurz direkt, dann indirekt
          3. Würstchen bei mittlerer Hitze
          4. Gemüse direkt oder auf Plancha
          5. Grillkäse kurz und heiss
          6. Baguette ganz zum Schluss

          Beispiel-Timing

          ZeitpunktAufgabe
          18:00
          Grill vorbereiten
          18:10
          Grill vorheizen
          18:20
          Poulet und Mais starten
          18:30
          Würstchen und Gemüse auflegen
          18:40
          Grillkäse auflegen
          18:45
          Baguette anrösten
          18:50
          Alles servieren

          Menü für 6 Personen

          Grillgut

          • 6 Bratwürste
          • 4 Pouletbrüste
          • 3 Grillkäse
          • 3 Maiskolben
          • 3 Zucchini
          • 2 Paprika

          Beilagen

          • 2 Baguettes
          • 1 grosse Schüssel Nudelsalat
          • 1 grosse Schüssel Tomatensalat
          • Kräuterbutter
          • Rohkost oder grüner Salat

          Saucen

          • BBQ-Sauce
          • Knoblauchsauce
          • Kräuterquark
          • Senf
          • Ketchup

          Getränke

          • Wasser
          • Softdrinks
          • Bier oder alkoholfreies Bier nach Wunsch

          Menü für 8 Personen

          Grillgut

          • 8 Bratwürste
          • 5 bis 6 Pouletbrüste
          • 4 Grillkäse
          • 4 Maiskolben
          • 4 Zucchini
          • 3 Paprika
          • optional 8 Burger-Patties

          Beilagen

          • 3 Baguettes
          • Nudelsalat
          • Kartoffelsalat
          • Tomatensalat
          • Kräuterbutter

          Saucen

          • Kräuterquark
          • BBQ-Sauce
          • Knoblauchsauce
          • Senf

          Getränke

          • ausreichend Wasser
          • Softdrinks
          • alkoholfreie Alternativen
          • Bier oder Wein nach Wunsch

          Was du am Vortag vorbereiten kannst

          • Saucen
          • Dips
          • Kräuterbutter
          • Nudelsalat
          • Kartoffelsalat
          • Rubs
          • Marinaden
          • Gemüse waschen
          • Getränke kaltstellen
          • Grill reinigen
          • Zubehör bereitstellen

          Was frisch bleiben sollte

          • grüner Salat
          • empfindliche Kräuter
          • Fisch
          • Burger-Buns toasten
          • Brot aufschneiden
          • Steaks und Burger grillieren

          Grillfürst-Tipp: Beim ersten Grillabend geht es nicht um Show. Es geht darum, dass du Hitze, Timing und Reihenfolge verstehst. Danach kannst du jedes Mal eine Stufe drauflegen.


          Die häufigsten Anfängerfehler – und wie du sie vermeidest

          Fehler 1: Grill nicht vorheizen

          Problem

          Grillgut klebt an, Röstaromen fehlen, Garzeit wird unkontrollierbar.

          Lösung

          Grill immer ausreichend vorheizen. Rost erst reinigen, wenn er heiss ist.

          Fehler 2: Alles bei maximaler Hitze grillieren

          Problem

          Aussen schwarz, innen nicht perfekt.

          Lösung

          Temperatur anpassen. Hohe Hitze für Steak und Burger, mittlere Hitze für Würstchen, Poulet, Gemüse und Fisch.

          Fehler 3: Keine indirekte Zone

          Problem

          Du hast keine Rettungsfläche, wenn etwas zu schnell bräunt.

          Lösung

          Immer eine heisse und eine mildere Zone einrichten.

          Fehler 4: Deckel ständig öffnen

          Problem

          Temperatur fällt, Garzeit verlängert sich, indirektes Grillieren funktioniert schlechter.

          Lösung

          Deckel geschlossen lassen, wenn du indirekt grillierst.

          Fehler 5: Fleisch ständig wenden

          Problem

          Keine schöne Kruste, unruhiger Garprozess.

          Lösung

          Weniger wenden. Grillgut braucht Kontaktzeit.

          Fehler 6: Fleisch einstechen

          Problem

          Saft tritt aus.

          Lösung

          Grillzange oder Wender verwenden, keine Gabel.

          Fehler 7: Kein Thermometer nutzen

          Problem

          Du rätst den Gargrad.

          Lösung

          Kerntemperatur messen, besonders bei Poulet, grossen Stücken und Steak.

          Fehler 8: Sauce zu früh auftragen

          Problem

          Zucker verbrennt.

          Lösung

          BBQ-Sauce und Glasuren erst gegen Ende auftragen.

          Fehler 9: Fisch zu früh bewegen

          Problem

          Fisch zerfällt oder klebt.

          Lösung

          Sauberen heissen Rost nutzen, Hautseite verwenden, nicht zu früh wenden.

          Fehler 10: Zu viel gleichzeitig grillieren

          Problem

          Grill wird voll, Temperatur fällt, Timing wird chaotisch.

          Lösung

          In Etappen grillieren. Fertiges warmhalten, empfindliches frisch servieren.

          Fehler 11: Rohes und fertiges Grillgut vermischen

          Problem

          Hygieneproblem.

          Lösung

          Immer getrennte Teller, Bretter und Zangen verwenden.

          Fehler 12: Gas oder Kohle nicht prüfen

          Problem

          Der Grillabend endet, bevor alle satt sind.

          Lösung

          Vorher Gasfüllstand oder Kohlevorrat prüfen. Bei grösseren Grillabenden Reserve einplanen.

          Fehler 13: Beilagen vergessen

          Problem

          Du brauchst viel mehr Fleisch und das Menü wirkt unausgewogen.

          Lösung

          Brot, Salate, Gemüse, Saucen und Dips einplanen.

          Fehler 14: Zu spät anfangen

          Problem

          Gäste warten, du wirst hektisch, Grillgut kommt durcheinander.

          Lösung

          Ablaufplan machen. Lange Garzeiten zuerst, schnelle Sachen zuletzt.

          Fehler 15: Grill nach dem Essen ignorieren

          Problem

          Beim nächsten Mal warten Fett, Rauch, Rückstände und schlechte Gerüche.

          Lösung

          Rost abbürsten, Fettwanne prüfen, Grill abkühlen lassen und sauber abdecken.


          Fehler-Tabelle

          FehlerErgebnisBesser
          nicht vorheizen
          klebt, keine Röstaromen
          Grill heiss werden lassen
          Vollgas bei allem
          verbrannt oder trocken
          Temperatur anpassen
          kein Thermometer
          Gargrad geraten
          Kerntemperatur messen
          Sauce zu früh
          verbrannte Marinade
          am Ende glasieren
          alles gleichzeitig
          Chaos
          Reihenfolge planen
          roh und gegart gemischt
          Hygieneproblem
          getrennte Teller nutzen
          Grill nicht gereinigt
          Rauch, Fettbrand, schlechter Geschmack
          direkt nach dem Grillieren reinigen

          Grillfürst-Tipp: Wenn etwas schiefgeht: runter von der direkten Hitze. Die indirekte Zone ist dein Pausenknopf.


          Grill reinigen und pflegen: So bleibt dein Grill startklar

          Ein sauberer Grill ist kein Putzfimmel. Er ist Geschmack, Sicherheit und Leistung. Wer seinen Grill pflegt, hat weniger Rauch, weniger Fettbrand und bessere Ergebnisse.

          Reinigung gehört zum Grillieren dazu. Nicht als lästige Pflicht, sondern als Teil der Grillroutine.

          Vor dem Grillieren

          1. Grill vorheizen
          2. Rost heiss abbürsten
          3. Fettwanne prüfen
          4. alte Rückstände entfernen
          5. Zubehör bereitlegen

          Nach dem Grillieren

          1. Grill kurz ausbrennen lassen, wenn passend
          2. Rost abbürsten
          3. Brenner ausschalten
          4. Gasflasche schliessen
          5. Fettwanne kontrollieren
          6. Grill abkühlen lassen
          7. abdecken

          Regelmässige Reinigung beim Gasgrill

          • Roste reinigen
          • Flammbleche reinigen
          • Fettwanne leeren
          • Brenneröffnungen prüfen
          • Innenraum von grobem Fett befreien
          • Zündung prüfen
          • Schlauch und Regler kontrollieren

          Damit dein Gasgrill lange leistungsfähig und einsatzbereit bleibt, zeigen wir dir im Artikel Gasgrill reinigen – 5 wichtige Tipps, worauf es bei der richtigen Pflege ankommt.


          Regelmässige Reinigung beim Holzkohlegrill

          • Asche entfernen
          • Rost reinigen
          • Lüftung frei halten
          • Kessel auswischen
          • Kohlerost prüfen

          Plancha reinigen

          1. Platte heiss lassen
          2. grobe Reste abschaben
          3. mit Wasser lösen, wenn für deine Plancha geeignet
          4. abziehen
          5. leicht einölen
          6. abkühlen lassen

          Beispiel: Warum Reinigung wichtig ist

          Du grillierst marinierte Nackensteaks. Fett und Zucker tropfen herunter. Wenn du den Grill danach nicht reinigst, verbrennen diese Reste beim nächsten Mal.

          Ergebnis:

          • starker Rauch
          • bitterer Geschmack
          • mehr Risiko für Fettbrand
          • ungleichmässige Hitze

          Was du nicht tun solltest

          • kaltes Wasser auf heisse empfindliche Teile kippen
          • Grill mit aggressiven Mitteln behandeln, die nicht geeignet sind
          • Fettwanne wochenlang ignorieren
          • Grill feucht abdecken
          • Brenneröffnungen grob beschädigen
          • Reinigungsreste auf Grillflächen lassen

          Reinigungsroutine für Anfänger

          Nach jedem Grillieren

          • Rost abbürsten
          • grobe Reste entfernen
          • Gas schliessen
          • Grill abkühlen lassen

          Alle paar Grillabende

          • Fettwanne prüfen
          • Flammbleche reinigen
          • Innenraum grob säubern

          Saisonstart

          • Grill gründlich reinigen
          • Gasanschlüsse prüfen
          • Brenner prüfen
          • Zündung testen
          • Zubehör kontrollieren

          Saisonende

          • gründlich reinigen
          • trocken lagern
          • abdecken
          • Gasflasche sicher lagern
          • Zubehör sortieren

          Grillfürst-Tipp: Die beste Reinigung ist die kurze Reinigung direkt nach dem Grillieren. Wenn alles kalt, hart und fettig ist, macht es dreimal weniger Spass.


          Der 30-Tage-Grillkurs für zuhause

          Du willst nicht nur einmal Glück haben, sondern wirklich besser werden? Dann grilliere nicht planlos. Grilliere dich in 30 Tagen vom Anfänger zum sicheren Rost-Regenten.

          Dieser Lernplan führt dich Schritt für Schritt durch die wichtigsten Grundlagen.

          Woche 1: Ankommen am Grill

          Tag 1: Grill kennenlernen

          • Brenner, Regler, Rost, Deckel und Fettwanne anschauen
          • Bedienung verstehen
          • Sicherheitscheck machen
          • Bedienungsanleitung griffbereit halten

          Tag 2: Vorheizen testen

          • Grill aufheizen
          • Temperatur beobachten
          • heisse und mildere Bereiche erkennen
          • Deckelthermometer einordnen

          Tag 3: Bratwurst grillieren

          Lernziel: mittlere Hitze und Wenden.

          Aufgabe:

          • Grill auf mittlere Hitze bringen
          • Würstchen direkt grillieren
          • nicht einstechen
          • bei Bedarf indirekt nachziehen lassen

          Tag 4: Gemüse grillieren

          Lernziel: Schnittgrösse, Ölmenge, direkte Hitze.

          Aufgabe:

          • Zucchini, Paprika und Champignons vorbereiten
          • leicht ölen
          • bei mittlerer bis hoher Hitze grillieren
          • nicht zu weich werden lassen

          Tag 5: Grillkäse grillieren

          Lernziel: kurze Garzeit und heisser Rost.

          Aufgabe:

          • Grillkäse direkt grillieren
          • rechtzeitig wenden
          • sofort servieren

          Tag 6: Burger grillieren

          Lernziel: direkte Hitze, Timing, Buns toasten.

          Aufgabe:

          • Patties vorbereiten
          • Toppings bereitstellen
          • Patties direkt grillieren
          • Buns kurz anrösten

          Tag 7: Erstes Mini-Menü

          Kombiniere Würstchen, Gemüse, Grillkäse und Brot.

          Lernziel: Reihenfolge.


          Woche 2: Temperatur und Zonen

          Tag 8: 2-Zonen-Methode einrichten

          Lernziel: direkte und indirekte Zone.

          Aufgabe:

          • heisse Zone vorbereiten
          • indirekte Zone vorbereiten
          • Temperatur beobachten
          • Grillgut zwischen den Zonen bewegen

          Tag 9: Pouletbrust grillieren

          Lernziel: direkt angrillieren, indirekt fertig garen.

          Aufgabe:

          • Pouletbrust gleichmässig dick vorbereiten
          • direkt angrillieren
          • indirekt fertig garen
          • Kerntemperatur messen

          Tag 10: Pouletschenkel grillieren

          Lernziel: längere Garzeit, knuspriges Finish.

          Aufgabe:

          • indirekt starten
          • am Ende direkt knusprig grillieren
          • Kerntemperatur prüfen

          Tag 11: Kartoffeln und Mais

          Lernziel: Beilagen mit längerer Garzeit.

          Aufgabe:

          • Mais vorkochen oder länger einplanen
          • Kartoffeln indirekt garen
          • Timing mit Hauptgericht abstimmen

          Tag 12: Steak grillieren

          Lernziel: hohe Hitze und Kerntemperatur.

          Aufgabe:

          • Steak trocken tupfen
          • heiss angrillieren
          • indirekt ziehen lassen
          • ruhen lassen

          Tag 13: Fisch grillieren

          Lernziel: empfindliches Grillgut.

          Aufgabe:

          • Lachs mit Haut verwenden
          • Rost sauber vorbereiten
          • nicht zu früh bewegen
          • vorsichtig servieren

          Tag 14: Menü mit zwei Zonen

          Kombiniere Poulet, Gemüse, Brot und Sauce.

          Lernziel: paralleles Grillieren mit Struktur.


          Woche 3: Geschmack

          Tag 15: Einfachen Rub mischen

          Beispiel:

          • Paprika
          • Salz
          • Pfeffer
          • Knoblauch
          • etwas Zucker
          • Chili nach Geschmack

          Aufgabe:

          • Rub auf Poulet oder Nacken testen
          • Ergebnis notieren

          Tag 16: Marinade testen

          Aufgabe:

          • einfache Marinade aus Öl, Kräutern, Knoblauch und Gewürzen herstellen
          • Poulet oder Gemüse marinieren
          • bei mittlerer Hitze grillieren

          Tag 17: BBQ-Sauce richtig verwenden

          Aufgabe:

          • Grillgut erst garen
          • Sauce erst am Ende auftragen
          • kurz karamellisieren lassen

          Tag 18: Kräuterbutter selber machen

          Zutaten:

          • Butter
          • Kräuter
          • Salz
          • Knoblauch
          • etwas Zitronenabrieb nach Geschmack

          Aufgabe:

          • Kräuterbutter vorbereiten
          • mit Brot oder Steak servieren

          Tag 19: Gemüsevarianten testen

          Aufgabe:

          • Zucchini, Paprika, Pilze und Aubergine vergleichen
          • Garzeit und Textur beobachten

          Tag 20: Burger-Sauce selber machen

          Zutatenidee:

          • Mayo
          • Senf
          • Ketchup
          • fein gehackte Gurken
          • Paprika
          • Pfeffer

          Aufgabe:

          • Sauce vorbereiten
          • Burger damit testen

          Tag 21: Geschmackstest-Menü

          Ein Grillgut, zwei Würzungen, direkt vergleichen.

          Lernziel: Du verstehst, wie stark Würzung, Marinade und Sauce das Ergebnis verändern.


          Woche 4: Nächste Stufe

          Tag 22: Pizza vom Grill

          Lernziel: hohe Temperatur, Pizzastein, Deckel.

          Aufgabe:

          • Pizzastein vorheizen
          • Pizza dünn belegen
          • Deckel geschlossen halten

          Tag 23: Plancha testen

          Lernziel: Kontaktwärme.

          Aufgabe:

          • Smash Burger oder Gemüse auf der Plancha machen
          • Kruste beobachten
          • Reinigung üben

          Tag 24: Räucherbox nutzen

          Lernziel: leichtes Raucharoma.

          Aufgabe:

          • Räucherbox vorbereiten
          • mildes Holz verwenden
          • Poulet oder Gemüse leicht räuchern

          Tag 25: Spareribs vorbereiten

          Lernziel: Rub, indirekte Hitze, Geduld.

          Aufgabe:

          • Ribs vorbereiten
          • Rub auftragen
          • Garzeit planen

          Tag 26: Spareribs grillieren

          Lernziel: Low und Slow und Glasur.

          Aufgabe:

          • indirekt grillieren
          • Temperatur niedrig halten
          • Sauce erst am Ende auftragen

          Tag 27: Ganzes Poulet

          Lernziel: indirektes Grillieren und Kerntemperatur.

          Aufgabe:

          • Poulet würzen
          • indirekt garen
          • Kerntemperatur prüfen
          • Haut am Ende knusprig machen

          Tag 28: Grillparty planen

          Lernziel: Mengen, Timing, Reihenfolge.

          Aufgabe:

          • Menü für 4 bis 6 Personen planen
          • Einkaufsliste schreiben
          • Ablauf festlegen

          Tag 29: Freestyle-Grillieren

          Du planst selbst ein Menü.

          Vorgabe:

          • 1 Hauptgericht
          • 1 vegetarische Option
          • 1 Beilage
          • 1 Sauce

          Tag 30: Dein Abschluss-Grillabend

          Lade Freunde ein und grilliere ein komplettes Menü.

          Ziel:

          • Du arbeitest mit Zonen
          • Du misst Kerntemperatur
          • Du hältst Reihenfolge ein
          • Du bleibst entspannt

          Grillfürst-Tipp: Wiederholung macht dich besser. Grilliere ein Gericht ruhig mehrfach und ändere nur eine Sache: Temperatur, Würzung, Methode oder Garzeit. So lernst du wirklich.


          16. Der Grillfürst Spickzettel für Anfänger

          Wenn am Grill gerade alles gleichzeitig passiert, brauchst du keine langen Erklärungen. Du brauchst einen Spickzettel. Hier ist er.

          Dieser Abschnitt bündelt die wichtigsten Regeln, Reihenfolgen und Temperaturen für deinen Start.

          Die wichtigste Reihenfolge

          1. Grill vorbereiten
          2. Grill vorheizen
          3. Rost reinigen
          4. Zonen einrichten
          5. langes Grillgut zuerst
          6. empfindliches Grillgut zuletzt
          7. Kerntemperatur messen
          8. ruhen lassen
          9. servieren
          10. Grill reinigen

          Was kommt zuerst auf den Grill?

          ZuerstDanachZuletzt
          Kartoffeln
          Würstchen
          Brot
          Pouletschenkel
          Gemüse
          Buns
          Ribs
          Pouletbrust
          Garnelen
          Braten
          Fisch
          Grillkäse
          Maiskolben
          Burger
          dünne Steaks

          Temperatur-Spickzettel

          GrillgutHitze
          Bratwurst
          mittel
          Steak
          hoch
          Burger
          hoch
          Poulet
          mittel
          Fisch
          mittel
          Gemüse
          mittel bis hoch
          Grillkäse
          hoch
          Pizza
          sehr hoch
          Ribs
          niedrig
          Pulled Pork
          niedrig

          Kerntemperatur-Spickzettel

          GrillgutOrientierung
          Rindersteak medium
          ca. 56 bis 58 °C
          Pouletbrust
          ca. 75 °C
          Pouletschenkel
          ca. 80 bis 85 °C
          Schweinesteak
          ca. 65 bis 70 °C
          Lachs
          ca. 56 bis 60 °C
          Pulled Pork
          ca. 90 bis 95 °C

          Anfänger-Checkliste

          Vor dem Grillieren

          • Grill steht sicher
          • Brennstoff geprüft
          • Rost sauber
          • Fettwanne leer
          • Zubehör bereit
          • rohes und fertiges Grillgut getrennt
          • Getränke gekühlt
          • Saucen bereit
          • Servierplatten bereit

          Während des Grillierens

          • nicht alles gleichzeitig auflegen
          • Deckel nicht dauernd öffnen
          • Thermometer nutzen
          • direkte und indirekte Zone nutzen
          • Sauce erst am Ende auftragen
          • bei Problemen in die indirekte Zone wechseln

          Nach dem Grillieren

          • Rost abbürsten
          • Brenner aus
          • Gasflasche zu
          • Fettwanne prüfen
          • Grill abkühlen lassen
          • abdecken

          Mini-Glossar

          BegriffBedeutung
          Direkte Hitze
          Grillgut liegt direkt über der Hitzequelle
          Indirekte Hitze
          Grillgut liegt neben der Hitzequelle
          2-Zonen-Methode
          heisse Zone und mildere Zone
          Kerntemperatur
          Temperatur im Inneren des Grillguts
          Searing
          scharfes Anbraten bei hoher Hitze
          Low und Slow
          niedrige Temperatur über lange Zeit
          Rub
          trockene Gewürzmischung
          Marinade
          flüssige Würzmischung
          Glaze
          Sauce zum Glasieren am Ende
          Ruhezeit
          kurze Pause nach dem Grillieren
          Branding
          Grillmuster auf dem Grillgut
          Plancha
          glatte heisse Grillplatte
          Garraum
          Innenbereich des Grills bei geschlossenem Deckel

          Die besten Anfänger-Kombinationen

          HauptgerichtBeilageSauce
          Bratwurst
          Nudelsalat
          Senf
          Burger
          Coleslaw
          Burger-Sauce
          Pouletbrust
          Grillgemüse
          Kräuterdip
          Steak
          Baguette
          Kräuterbutter
          Grillkäse
          Tomatensalat
          Knoblauchsauce
          Lachs
          Kartoffeln
          Zitronen-Kräuter-Dip

          Fazit: Vom Anfänger zum Grillfürsten

          Niemand wird als Grillmeister geboren. Aber jeder kann lernen, besser zu grillieren – mit Hitze, Plan und ein bisschen Feuer im Bauch.

          Grillieren lernen heisst nicht, dass du sofort alles können musst. Du musst nicht mit Brisket starten. Du musst keine 14 Stunden smoken. Du musst auch nicht jede Grilltechnik auswendig kennen.

          Starte einfach:

          • Grill vorheizen
          • direkte und indirekte Zone einrichten
          • einfache Gerichte wählen
          • Kerntemperatur messen
          • nicht alles gleichzeitig grillieren
          • Fehler bewusst vermeiden
          • nach jedem Grillabend etwas lernen

          Wenn du diese Grundlagen beherrschst, wird aus Unsicherheit Routine. Aus Routine wird Gefühl. Und aus Gefühl wird irgendwann genau das, was gute Grillierer ausmacht: Du weisst, wann du Hitze brauchst, wann du Geduld brauchst und wann du einfach den Deckel zulässt.


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