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Rindskotelett Grillieren: Fleischgenuss in seiner ursprünglichen Form


Lesezeit 5 Minuten Lesezeit

Hast du Lust auf ein leckeres Rindskotelett vom Grill? Medium grilliert, mit Salz und Pfeffer gewürzt ein Hochgenuss für alle Fleischliebhaber. Alles was du dazu wissen solltest, findest du hier.

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Gegrilltes Rinderkotelett im Anschnitt medium rare
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Rindskotelett vom Grill – medium gegart und nur mit Salz gewürzt für den puren Fleischgenuss. Welchem Grillenthusiasten und Fleischliebhaber läuft beim Gedanken daran nicht das Wasser im Mund zusammen? Hier findest du alles Wichtige rund ums Rindskotelett grillieren – vom Einkauf bis zu den verschiedenen Grillmethoden.

Was ist ein Rindskotelett?

Das Kotelett vom Schwein kommt in der Schweiz häufig auf den Tisch. Hierbei handelt es sich um das Nacken- und Rückenstück des Schweins, das von Vorder- bis zur Hinterkeule reicht. Je nachdem, aus welchem Teil das Fleischstück geschnitten wird, unterscheidet man zwischen Nackenkoteletts, Stiel- und Rippenkoteletts und den Lenden- oder Filetkoteletts.

Aber was ist mit dem Rindskotelett? Im Prinzip handelt es sich um ein ähnliches Teilstück wie beim Schwein, das aus dem Rücken des Rinds geschnitten wird. Wie beim Kotelett vom Schwein bleibt immer ein Stück vom Rippenknochen am Fleisch. Der Vorteil dabei ist: Das Kotelett gart sehr schonend, was für einen zarten Biss und intensiven Geschmack sorgt. Zudem lässt sich das Karree, also das komplette Teilstück mit mehreren Koteletts, wunderbar „dry agen“.

Hierzulande wird das Rinderkotelett meistens aus der Hochrippe geschnitten – dem Rückenstück zwischen der achten und zwölften Rippe. Während sich die komplette Hochrippe sehr gut als Braten zubereiten lässt, ist das Kotelett vom Rind auf dem Grill perfekt aufgehoben.

Cut beim Rind: Kotelett aus Hochrippe geschnitten
Das Rindskotelett wird bevorzugt aus der Hochrippe geschnitten.

Rindskotelett, Côte de Boeuf und Ochsenkotelett

Das Rindskotelett findet man unter vielen weiteren Namen – in den USA zum Beispiel auch als Shell Steak vom Angus-Rind. In Frankreich gibt es das Côte de Boeuf vom Grill. Ohne Knochen ist es als Rib Eye Steak bekannt. In Süddeutschland wiederum wird es als Ochsenkotelett bezeichnet. Letztlich ist der Name egal, auf den Geschmack kommt es an.

Kerntemperatur beim Rinderkotelett grillen messen
Ein Rindskotelett – auch Ochsenkotelett oder Côte de Boeuf – lässt sich auf dem Gasgrill perfekt zubereiten – medium grilliert ein absoluter Hochgenuss.

Wie schwer ist ein Rindskotelett?

Ein Rindskotelett ist auf jeden Fall eine Portion für den grossen Appetit, von dem auch mehrere Personen problemlos satt werden. Je nach Rasse und Schnitt bringt ein einzelnes Club Steak schnell ein halbes Kilo auf die Waage. Abzüglich des Knochens bleiben davon gut 400 Gramm Fleisch (es gibt auch deutlich grössere Exemplare).

Die Grösse ist aber auch ein buchstäblich grosser Vorteil: Durch den dicken Schnitt kann das Fleisch im Inneren langsam zur Perfektion garen, während es aussen eine schöne Kruste erhält. Noch saftiger wird das Ergebnis, wenn das Fleisch ausreichend intramuskuläres Fett enthält – wie zum Beispiel beim Simmentaler Rind. Sichtbar wird das durch eine intensive, feine Marmorierung des Fleisches.

Rohes Rinderkotelett zum Grillen auf einem Holzbrett
Rindskotelett zum Grillieren mit feiner Marmorierung – geschnitten aus der Hochrippe vom Schottischen Highland

Wie schmeckt Rindskotelett vom Grill?

Das Kotelett aus der Hochrippe vom Rind erinnert geschmacklich an das Rib Eye Steak, da es aus dem gleichen Teilstück des Rindes stammt. Insgesamt ist der Geschmack würzig, etwas kräftiger als beim Filet. Gerade bei einem hochwertigen Steak bzw. Kotelett mit schöner Marmorierung kommt der natürliche Eigengeschmack perfekt zur Geltung. Wenn du ein Rindskotelett grillieren möchtest, reichen Salz und Pfeffer als Gewürze schon aus. Natürlich kannst du auch mit einem passenden BBQ Rub, Knoblauch oder frischen Kräutern den Geschmack ganz nach deinen Wünschen variieren.

Rindskotelett kaufen: Darauf solltest du achten

Wie schon erwähnt, hat das Rindskotelett immer einen Knochen. Ein Filetstück gehört traditionell nicht dazu. Beim Kauf von Rindfleisch solltest du auf Qualität achten, damit das Fleisch auch zum Genuss wird. Die Fleischqualität bei Rindfleisch kannst du schon rein optisch an einer tiefroten Farbe und einer feinen Marmorierung erkennen.

Eine grosse Auswahl hast du in Hinblick auf die Rinderrasse. Koteletts vom Angus sind in den USA zum Beispiel sehr begehrt. Die erhalten durch die Fütterung mit Mais eine würzige Note. In Deutschland sind Ochsenkoteletts vom Simmentaler eine Delikatesse. Die Tiere stammen in der Regel aus Weidehaltung, was sich positiv auf die Qualität des Rindfleischs auswirkt.

Auch das Alter des Rindes spielt für den Geschmack eine wesentliche Rolle. Anders als bei vielen anderen Tierassen gilt hier, je älter das Tier desto intensiver ist der Fleischgeschmack. Das Fleisch von älteren Rindern lässt sich an der gelblichen Färbung des Fettes gut erkennen. Diese sind, was die Aromen anbelangt, unerreicht. Das Fett zergeht regelrecht buttrig auf der Zunge.

Ein weiterer Faktor für Geschmack und die Konsistenz des Fleisches ist die Reifung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenreifung. Durch beiden Methoden wird das Fleisch besonders zart.

Die schnellere Methode ist die Nassreifung (Wet Aged), bei der das Fleisch im eigenen Saft in einem Vakuumbeutel reift. Dadurch verliert es keine Flüssigkeit und ist nach dem Reifevorgang noch genauso schwer wie vorher. Die Trockenreifung (Dry Aged) erfolgt bei einer konstanten Temperatur und Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum im einem speziellen Raum oder einem Dry-Ager Reifeschrank und dauert wesentlich länger. Bei diesem Vorgang verliert das Fleisch an Flüssigkeit. Vorteil dabei ist, dass sich der Geschmack des Fleisches dadurch intensiviert.

Rinderkoteletts vom Schottischen Highland, 8 Jahre
Rindskoteletts von Schottischen Highland, 8 Jahre Oma Kuh, 35 Tage am Knochen gereift (dry aged).

Welche Beilagen passen zum Rindskotelett vom Grill?

Mit dem Rindskotelett hast du den Hauptdarsteller für das Barbecue bereits gefunden. Nun bleibt die Frage: Welche Beilagen passen dazu?

Hier kommt es darauf an, für welche Würzung du dich beim Rindfleisch entscheidest. Zum französischen Côte de Boeuf passen grillierte Tomaten und selbstgemachtes Kräuterbaguette. Wenn du amerikanisch grillierst, bieten sich Kartoffelspalten an. Auch die Kartoffeln kannst du gleich mit auf den Grill legen – die röstigen Grillkartoffeln harmonieren gut mit dem archaisch am Knochen gegarten Fleisch.

Rindskotelett richtig grillieren: Was ist zu beachten?

Damit das Fleisch schön zart und saftig bleibt, sollte es langsam bei niedrigen Temperaturen, indirekt grilliert werden. Für eine tolle Kruste und leckere Röstaromen kommen dann höhere Temperaturen ins Spiel. Das kann vor oder nach dem eigentlichen Garvorgang erfolgen.

Damit du den Gargrad deines Rindskoteletts auf den Punkt triffst, behalte immer die Kerntemperatur im Auge. Die findest du übrigens in unserer Übersicht zu Kerntemperatur für Rinderkotelett.

Rindskotelett vorwärts und rückwärts grillieren

Rindskotelett klassisch grillieren

Das klassische Rindskotelett vom Grill ist ein Rezept für Puristen: Fleisch, Hitze und Salz – mehr brauchst du dafür nicht. Wenn du magst, kannst du das Kotelett nach dem Angrillieren alternativ auf ein Bett aus Rosmarinzweigen legen und mit Kräuterbutter bestreichen.

Heize dazu den Grill auf 350 °C an und grilliere das Kotelett von jeder Seite etwa zwei Minuten kräftig an. Lege es dann in die indirekte Zone bei etwa 110 °C und lasse es 15 Minuten ziehen. Der Gargrad Medium ist bei einer Kerntemperatur von 54 °C erreicht. Diese kannst du mit einem Grillthermometer ganz einfach im Auge behalten, um den perfekten Garpunkt nicht zu verpassen.

Das Salzen kann ganz nach deiner persönlichen Überzeugung vor oder nach dem Grillieren erfolgen.

Rindskotelett rückwärts grillieren

Das Rückwärtsgrillieren ist eine Methode, die sich ideal für trockengereiftes Rindfleisch eignet. Durch die Reifung ist das Fleisch nämlich etwas trockener. Durch die besonders schonende Garung erhältst du ein saftiges und – in Kombination mit dem Dry-Aging – sehr zartes Steak.

Hier gehst du im Prinzip genau umgekehrt vor wie beim klassischen Grillieren: Zuerst gibst du das Kotelett vom Rind bei 110 °C indirekt auf den Grill. Schliesse den Deckel und warte je nach Dicke 10 bis 20 Minuten. Die gewünschte Kerntemperatur liegt bei etwa 45 °C.

Dann heizt du den Grill voll auf und lässt das Kotelett über direkter Hitze rösten. Etwa zwei Minuten je Seite reichen aus. Hierzu eignet sich auch eine Infrarotzone optimal, wie du sie bei vielen Gasgrills findest. Auch hier kannst du das Fleisch nach Belieben vor oder nach dem Grillieren würzen.

Doppeltes Rindsrkotelett grillieren

Ein Kotelett ist dir nicht genug Fleisch? Kein Problem: Beim doppelten Rindskotelett wird wirklich jeder satt. Das üppige Stück Fleisch mit zwei Knochen wiegt ein gutes Kilogramm. Der Vorteil ist, dass es bei indirekter Hitze langsam durchziehen kann, was ein sehr saftiges Ergebnis verspricht.

Schneide zunächst die Fettauflage kreuzförmig ein, dadurch verzieht sich das Fleisch beim Grillieren nicht. Wenn du möchtest, kannst du den Fettrand mit Meersalz würzen. Knusprig grilliert schmeckt er dann besonders gut.

Grilliere das Rinderkotelett im ersten Schritt bei direkter Hitze scharf an – von allen vier Seiten jeweils etwa ein bis zwei Minuten. Lasse es dann bei indirekter Hitze (110 °C) etwa 20 Minuten bis zu einer Kerntemperatur von 54 °C garen (medium).

Würze das Fleisch im Anschluss ganz nach deinen Wünschen mit Salz, Butter oder anderen Gewürzen wie Rosmarin, Knoblauch, Thymian und rosa Pfeffer und lasse es noch fünf Minuten ruhen. In grosser Runde serviert und am besten direkt bei Tisch aufgeschnitten, wirst du damit deine Gäste sicher begeistern.

Gegrilltes Rinderkotelett im Anschnitt medium rare
Rindskotelett medium rare grilliert – ein absoluter Hochgenuss.

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Kerntemperatur T-Bone Steak
Das Besondere an einem T-Bone Steak: Es besitzt einen Anteil Roastbeef und Filet. Damit beides auf den Punkt gelingt, achte auf die richtige Kerntemperatur.
T-Bone Steak medium-rare bei einer Kerntemperatur von 54 °C
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